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U18-Wahl startet am 16. Februar mit digitaler Premiere – Analoge Wahllokale in Tutzing

16. Feb. 2026

U18-Wahl startet am 16. Februar mit digitaler Premiere – Analoge Wahllokale in Tutzing

Die U18-Wahl zur Kommunalwahl startet am 16. Februar mit einer Premiere: Erstmals können U18-Wähler:innen in neun ausgewählten Kommunen und in einem Landkreis vollständig digital abstimmen. Darüber hinaus gibt es in ganz Bayern wieder zahlreiche analoge Wahllokale, so auch in Tutzing.

 

Zu den bayerischen Kommunalwahlen am 8. März wird es wieder eine U18-Wahl geben ¬– die Wahl für alle Menschen in Bayern, die aufgrund ihres Alters noch nicht offiziell wählen dürfen. Dazu werden vom 16. bis 27. Februar in ganz Bayern U18-Wahllokale geöffnet sein, die von örtlichen Jugendringen, Jugendverbänden, Kommunen und Schulen organisiert werden.

 

Neu ist, dass U18-Wähler:innen in ausgewählten Kommunen bequem und digital von zuhause abstimmen können. Die U18-Kommunalwahl 2026 ist damit ein bundesweites Modellprojekt fürs Online-Voting. Bei den ausgewählten Kommunen handelt es sich um Augsburg (Stadt), Dasing, Donauwörth, den Landkreis Regensburg, Lauf a.d. Pegnitz, Lappersdorf, Mellrichstadt, Pegnitz, Tutzing und Zeitlarn.

 

Wie immer organisiert der Bayerische Jugendring (BJR) die U18-Wahl in Bayern. Das Pilotprojekt fürs Online-Voting wurde durch die Zusammenarbeit von BJR-Präsident Philipp Seitz und Bayerns Staatsminister für Digitales Dr. Fabian Mehring, MdL, möglich. Dem Digitalminister gelang es außerdem, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner als Schirmherrin zu gewinnen. Die technische Umsetzung übernimmt der Software-Anbieter Polyas.

 

Dr. Fabian Mehring, Bayerischer Staatsminister für Digitales: „Dass der Bayerische Jugendring seine U18-Wahl erstmals auch digital durchführt, ist ein echter Meilenstein für moderne Demokratie und politische Bildung im Freistaat. Bayerns Jugendliche werden damit zu Pionieren für ein überfälliges Update unserer Demokratie – modern, digital, niedrigschwellig und sicher. Mit diesem Pilotprojekt betreten wir Neuland und schaffen die technischen Grundlagen dafür, künftig auch reguläre Wahlen und Abstimmungen digital durchführen zu können.“

 

Mehring blickt dabei über das U18-Pilotprojekt hinaus: „Bei der letzten Bundestagswahl hatten leider viele Deutsche, die im Ausland leben, keine Chance, ihre Stimme rechtzeitig abzugeben. Digitale Abstimmungen – wie sie in anderen Ländern bereits erfolgreich eingesetzt werden – könnten solche Probleme zuverlässig lösen. Meine Vision ist, dass die Menschen in Bayern künftig auch bei Bürgerbegehren oder den Kommunal- und Landtagswahlen digital abstimmen können – selbstverständlich auf höchstem Sicherheitsniveau und unter Wahrung aller Wahlrechtsgrundsätze. Ich finde: Wenn wir die Menschen wieder für unsere Demokratie begeistern wollen, muss politische Teilhabe einfach, direkt und zeitgemäß möglich sein. 2026 müssen digitale Verfahren dabei eine ebenso selbstverständliche Option sein, wie der Urnengang oder die Briefwahl. So sparen wir Aufwand, senken Kosten und steigern die Wahlbeteiligung.“

 

BJR-Präsident Philipp Seitz: „Mit dieser Premiere zeigen wir jungen Menschen, dass demokratische Teilhabe so einfach und so selbstverständlich sein kann wie das Smartphone in der Hand. Demokratie erneuert sich nicht von selbst. Sie braucht Menschen, die den Mut haben, neue Wege zu gehen und sie zeitgemäß mit Leben zu füllen. Mit den ersten vollständig digitalen U18-Wahlen gehen wir den nächsten Schritt: Wir schaffen einen zusätzlichen Zugang zu demokratischer Teilhabe; niedrigschwellig, zeitgemäß und auf Augenhöhe. Dieses Pilotprojekt ist mehr als ein technisches Update – es ist ein Bekenntnis zu einer Demokratie, die wächst und voran geht.“

 

„In den digitalen Pilotkommunen erhalten alle 14- bis 17-jährigen Einwohner:innen mit deutscher oder einer anderen EU-Staatsbürgerschaft eine persönliche Wahlbenachrichtigung, die von der jeweiligen Kommune auf Grundlage der Melderegisterdaten versendet wird“, erklärt BJR-Präsident Seitz. „An dieser Stelle möchte ich mich bei den Kommunen, die sich für das Projekt beworben und die dafür notwendigen Voraussetzungen geschaffen haben, sehr herzlich bedanken. Sie ermöglichen es, dass die U18-Wähler:innen vom 16. bis zum 27. Februar um 18 Uhr abends ohne den Besuch eines Wahllokals ihre Stimme abgeben können. Analoge Wahllokale wird es in den digitalen Kommunen nicht geben, um Doppelstimmabgaben auszuschließen. Mein großer Dank gilt ebenso den vielen haupt- und ehrenamtlichen Helfer:innen, die die analogen Wahllokale in ganz Bayern organisieren und oft ihre Freizeit investieren, damit junge Menschen unter 18 vor Ort abstimmen können. Auch die zahlreichen Wahlveranstaltungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung.“

 

Der Bayerische Jugendring setzt sich seit vielen Jahren für eine Senkung des Wahlalters ein. BJR-Präsident Seitz: „Junge Menschen erleben heute Umbrüche, die epochal sind: Gesellschaftlich und politisch, aber auch, was ihre persönlichen Lebensumstände und ihr Berufsleben angeht. Ich halte es deshalb für dringend geboten, junge Menschen mitentscheiden zu lassen. Denn sie sind am längsten von den politischen Entscheidungen betroffen, die heute getroffen werden. Wahlen sind dabei die zentralste Teilhabemöglichkeit unserer Demokratie.“

 

Die Ergebnisse der U18-Wahl 2026 werden am Sonntag, den 1. März bei einer großen Abschlussveranstaltung in Augsburg bekanntgegeben. Gewählt werden ausschließlich Bürgermeister:innen und Landrät:innen, keine Parteien, da die bei den offiziellen Wahlen vorgesehene Möglichkeit des Kumulierens und Panaschierens bei den U18-Wahlen aufgrund des hohen Aufwands für die analogen Wahllokale organisatorisch nicht umsetzbar ist.

 

Bürgermeister Ludwig Horn (Mitte) beim Versenden der Wahlunterlagen mit unseren Auszubildenden und den ehrenamtlichen Wahlhelferinnen
Alizarin Sawairum, Lea Kergl, Ilse Reiher & Klementine Rehm (v. l. n. r.) © Gemeinde Tutzing

 

 


 

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