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Willkommen auf unserer Projektseite
Hier finden Sie eine Übersicht über die aktuellen Großprojekte der Gemeinde Tutzing, die sich über mehrere Jahre erstrecken. Diese Seite wird kontinuierlich mit neuen Informationen, Planungsständen und Projektfortschritten aktualisiert, um Ihnen stets den aktuellen Stand der Entwicklungen zu bieten.
Hinweis zu den Projektinformationen:
Die hier dargestellten Informationen spiegeln den jeweiligen Planungsstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wider. Da sich Großprojekte über längere Zeiträume entwickeln, können sich Termine, Kosten, Planungsdetails und Projektumfänge im Verlauf ändern. Wir bemühen uns, alle Informationen zeitnah zu aktualisieren und Sie über wesentliche Änderungen zu informieren.
Für aktuelle Rückfragen zu einzelnen Projekten wenden Sie sich gerne an die jeweils angegebenen Ansprechpartner oder an unser Rathaus.
2021 forderten LRA Starnberg und WWA Weilheim die Gemeinde Tutzing auf, die Dämme der Deixlfurter Weiherkette auf Stand- und Hochwassersicherheit zu überprüfen und zu ertüchtigen. Als Gewässer III. Ordnung liegt die Verantwortung bei der Gemeinde, unabhängig von den Eigentumsverhältnissen. Betroffen sind hauptsächlich Deixlfurter See und Johannaweiher, während der Lange Weiher seit 2014 abgelassen ist.
2023 ergab ein ingenieurgeologisches Gutachten für den Johannaweiher, dass die Stand- und Hochwassersicherheit nicht gegeben ist. Erste Kostenschätzungen beliefen sich auf 250.000 €, wurden jedoch bei einem Termin mit dem WWA Weilheim im Mai 2024 drastisch nach oben korrigiert – in den Millionenbereich. Das WWA fordert nun vor jeder Sanierungsplanung eine „Gefährdungs- und Risikobetrachtung“ für das gesamte Einzugsgebiet, für die Fördermittel in Aussicht gestellt werden.
Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, entsprechende Angebote einzuholen.
Nach dem Beschluss vom Juli 2024 holte die Verwaltung Angebote für die geforderte „Gefährdungs- und Risikobetrachtung“ ein. Das Vergabeverfahren läuft in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Kommunale Dienste Oberland und in enger Abstimmung mit dem WWA Weilheim, das weiterhin Fördermittel in Aussicht stellt.
Um zeitnah beginnen zu können und den Förderrichtlinien zu entsprechen, beantragte die Gemeinde den „vorzeitigen Maßnahmenbeginn“ bei der Förderstelle. Hierfür wurden 100.000 € im Haushaltsplanentwurf 2025 vorgesehen. Der Gemeinderat bestätigte dabei ausdrücklich, dass kein Rechtsanspruch auf staatliche Förderung besteht und die Gemeinde das Finanzierungsrisiko selbst trägt.
Die Verwaltung holte in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Kommunale Dienste Oberland Angebote für die „Gefährdungs- und Risikobetrachtung für Hochwasserereignisse, Deixlfurter Weiherkette“ ein. Ziel der vom WWA Weilheim geforderten Untersuchung ist die Ermittlung der aktuellen Gefährdungs- und Risikosituation durch Gewässerhochwasser für das Einzugsgebiet des Deixlfurter Baches, einschließlich verschiedener Versagensszenarien der hintereinanderliegenden Stauanlagen und des Teilungsbauwerkes zum Starzenbach.
Im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung wurden vier qualifizierte Ingenieurbüros angefragt, von denen zwei Angebote abgaben. Der Gemeinderat vergab den Auftrag vorbehaltlich der Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn an das wirtschaftlichste Angebot. Der Förderantrag und Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn wurden fristgerecht bis 31.12.2024 über das WWA Weilheim gestellt.
Das beauftragte Ingenieurbüro stellte die Ergebnisse der „Gefährdungs- und Risikobetrachtung“ vor, für die das WWA im Februar 2025 eine 75%ige Förderung zugesagt hatte. Die Befunde sind alarmierend: Sowohl der Johannaweiher-Damm (bereits 2023 als nicht standsicher eingestuft) als auch der Deixlfurter See-Damm (April 2026 gleichfalls als nicht standsicher beurteilt) sind sanierungsbedürftig. Die Hochwassersicherheit ist generell nicht ausreichend – die Anlagen haben hydraulische Defizite, zu kleine Hochwasserentlastungsanlagen und verklausungsanfällige Rechen.
Besonders kritisch: Bei Versagen eines Dammes kann ein Bruch des anderen nicht ausgeschlossen werden, wobei das gesamte Wasser in Richtung Traubing fließen würde. Das WWA fordert Sofortmaßnahmen ab 1. November 2026. In der Gemeinderatssitzung am 07.07.2026 werden das Ingenieurbüro und ein WWA-Vertreter die Folgemaßnahmen und Konsequenzen für die Gemeinde erläutern.
Präsentation: Gefährdungs- und Risikobetrachtung des Ingenieurbüros Kokai
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